Wintertour - Radfahren im Winter
Velotouren bei wolkenverhangenem Niesel, Regen oder Schnee, bei Kälte und Wind - Kann das noch Genuss sein?
Mit meinem im August 2010 erworbenen neuen Velo habe ich mich in die erste Wintersaison gewagt: Im November Reifen mit Spikes aufziehen lassen, jeden Morgen mit dem Velo zur Arbeit und abends mit dem Velo zurück - in Kälte und Dunkelheit, bei Niesel, Regen, Schnee und Matsch, das ganze Programm - am Wochenende bei "schönem" Wetter dann auch die eine oder andere kleinere (30-50km) Wintertour in die Umgebung. Es gab ehrlich gesagt die ein oder andere Fahrsituation wo es nahe daran war, keinen Spass mehr zu machen. Aber im Grossen und Ganzen hat die Wintersaison mit dem Velo grossen Spass gemacht. Für den Spass am Radfahren unter unangenehmen Wetterbedingungen müssen jedoch ein paar kleine Voraussetzungen erfüllt sein.
"Schlechtes" Wetter - unangemessene Kleidung
Wer kennt nicht den Spruch "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unangemessene Kleidung." So blöd sich das anhört, es ist genau so. Mit unangemessener Kleidung macht das Fahrradfahren bei "schlechtem" Wetter - wolkenverhangenem Niesel, Regen, Schnee, Kälte und Wind einfach keinen Spass. Seit ich beim Velofahren grundsätzlich Funktionskleidung anziehe, je nach Temperatur, Windverhältnissen und Niederschlagswahrscheinlichkeit auch in mehreren, winddichten Schichten, hat "schlechtes" Wetter für mich jeden Schrecken verloren. Das Fahren unter solchen Bedingungen mit der richtigen Kleidung kann ein regelrechter Genuss sein. Die von Niesel und Regen sauber gewaschene Luft, gewürzt vom erdigen, harzigen Geruch einer Waldpassage - die Anmut und Leichtigkeit der einem beim Fahren in der Stille entgegen kommenden Schneeflocken - sind Erfahrungen wie sie wohl auch Tourenskifahrer oder Winter- oder Schneeschuhwanderer gelegentlich machen, wenn auch auf einer anderen Etage der Gebirgswelt. Wenn man sich auf dem Velo sicher fühlen kann, kann man sich ganz auf solche Erfahrungen einlassen.
Sehen und Gesehen werden


